Ein junger Mann in einer weißen, überlangen Luxuslimousine in den Straßen von New York: das war der Ausgangspunkt, von dem der Schriftsteller Don DeLillo in seinen Roman „Cosmopolis“ gestartet ist.
Ein milliardenschwerer, junger Wall-Street-Held startet morgens mit seiner langen weißen Superkarosse zur Fahrt durch New York (auf dessen Straßen der Verkehr meist steht). Eric Packer -managt sein Business und sein Leben vom Auto aus.
Immer wieder empfängt der junge Herr in dem Luxusmobil seine jungen Berater und alte Freundinnen – zu Gesprächen, in denen unreifer Philosophie-Smalltalk und ein paar smarte Lebensweisheiten sich die Waage halten mit dem Anspruch, daß Leben mehr hergeben muss als „das“.
Immer wieder begegnet er scheinbar zufällig seiner Frau und versucht in seltsam codierten Gesprächen Kontakt zu ihr herzustellen und vielleicht die seltsame, noch junge Ehe zu kitten.
David Cronenberg hat das Buch umgesetzt, wie es eher selten geschieht: er hat die trefflichen Dialoge des Autors wörtlich übernommen. Darum herum schaffen er und sein Team „große Bilder“, in denen sich eine bis in die Nebenrollen exquisite Schauspielertruppe DeLillos Wort- und Denkkaskaden stellt.
Justin Chang von Variety sieht das so... (englisch)