Überleben in Neukölln

Regie Rosa von Praunheim (Dokumentarfilm)
Kamera Elfi Mikesch
DE 2017, 82 Min., dt.F.
Läuft seit 7.12.2017
 feste Termine im  FilmABC

Das „rosa“ Porträt eines Berliner Stadtviertels

„Neukölln war immer ein armer, proletarischer Bezirk mit viel Kriminalität. Vor zehn Jahren kamen wegen der billigen Mieten die Künstler. Seit fünf Jahren entwickelt sich Neukölln zum Hipster-Bezirk und Mekka für Spekulanten. Der Film ist ein Zeugnis des zurzeit spannendsten Teils von Berlin – und zugleich ein Zeugnis eines Bezirks, der bald seine Künstler, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, vertreiben wird.

Das Zentrum des Films ist Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Sanderstraße in Berlin Neukölln betreibt. Hier lädt er an jedem Wochenende Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder singt. Juwelia ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp.

Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt. Wir treffen Mischa Badasyan aus Russland, einen Performancekünstler, der es sich zur Pflicht machte, ein Jahr lang jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Und wir begegnen der syrischen Sängerin Enana, die nach ihrer dramatischen Flucht nach Berlin hofft, ein freieres Leben führen zu können, als Frau und als Lesbe.“ Rosa von Praunheim

Wer mehr über Rosa von Praunheim wissen möchte, wird mit einem Artikel der taz ganz gut bedient, der zum 75. Geburtstag erschienen ist.

Adventskaffee mit Rosa von Praunheim
Am 3. Dezember um 15 Uhr ist Filmemacher Rosa von Praunheim zu Gast und hat seinen neuen Film mitgebracht.

dt. Trailer (FSK unbekannt)