Aktuelle Termine  –  Tickets mit Klick auf Uhrzeit
Mo 24.4.
20:00
dtF
Di 25.4.
19:30
dtF
Mi 26.4.
18:30
dtF

Die andere Seite der Hoffnung

Regie: Aki Kaurismäki
Kamera: Timo Salminen
Darsteller Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Ilkka Koivula, Janne Hyytiäinen, Nuppu Koivu, Kaija Pakarinenm, Niroz Haji
Finnland 2017, 98 Min., dt.F. (einz. Vorst. mit finn. O.m.U.)
Läuft seit 30.3.2017
 feste Termine im  FilmABC
 „Licht und Dunkel“ mit Gast 24.4. um 20:00 Uhr

Aki Kaurismäki

Regie-Preis für Aki Kaurismäki auf der Berlinale

Khaled kommt aus Syrien. Nach Finnland wollte eigentlich nicht, aber der Kohlefrachter, auf dem er sich versteckt hatte…
Jedenfalls stellt sich schon bald heraus, daß er Finnland so sieht, wie ein waschechter Kaurismäki-Charakter: „Wenn Sie mir sagen, wie ich hier wieder rauskomme, wäre ich Ihnen echt verbunden.“

Khaled hat ohne große Hoffnungen Asyl beantragt. Als das abgelehnt wird, taucht er unter, lebt auf der Straße. Eines Tages findet ihn Wikström schlafend im Hof seines Restaurants (der 50jährige Ex-Oberhemden-Vertretet hat umgesattelt). Kurzum: Wikström stellt Khaled ein und bald – wenn auch nur für einen kurzen Moment – bildet die Truppe des Restaurants Khaleds neue Heimat und einen starken Schutzschirm.

Nach zehn Jahren, in denen er mit ,Le Havre‘ einen einzigen Film produziert hat, meldet sich Aki Kaurismäki mit einer Migranten-Story zurück, in der er zu seiner alten Stärke zurückfindet und vielleicht sogar ein wenig weiter vordringt, denn mit diesmal sind seine Personen keine Cartoon-Charaktere mehr. Das hält ihn nicht davon ab, starke One-Liner ins Drehbuch zu schreiben, und daß alle rauchen oder ein amerikanischer Straßenkreuzer der 70er vorkommt. Noch ein paar Details für die Fans: Der Film enstand ohne Proben, auf analogem Filmmaterial und die Devise war: „One take only“, was heute so schnell niemand nachmacht.

,Toivon tuolla puolen‘ – dass kann man auch mit ,Jenseits der Hoffnung‘ übersetzen – ist am 3. Februar in Finnland gestartet, lief in diesem Jahr im Wettbewerb der Berlinale. Aki Kaurismäki wurde auf der Berlinale mit einem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet. Auf der Pressekonferenz in Berlin – nach der Filmvorführung – war Aki Kaurismäki in bester Stimmung und gab Kostproben von der Ernsthaftigkeit und vom Humor seines Films.