Ben ist zehn Jahre alt, seine kleine Schwester feiert heute ihren sechsten Geburtstag. Das heißt, es ist sechs Jahre her, daß Bens Mutter tot ist, denn sie starb bei Saoirses Geburt. Nicht nur, daß Ben seine kleine Schwester für den Tod der Mutter verantwortlich macht, Saoirse ist ein seltsames Wesen: noch nie hat sie ein Wort gesprochen. Die beiden leben mit ihrem Vater auf einer kleinen Insel am Meer. Die eigentliche Geschichte beginnt, als die Großmutter der beiden die Kinder in die Stadt holt, um sie der Einsamkeit der Küste zu entreißen. Ben spürt genau: Das geht gar nicht! Ben und Saoirse fliehen schon in der ersten Nacht zurück ans Meer.
Dann kommt der große Moment: Saoirse entlockt einer Muschel, die die Mutter Ben geschenkt hatte, die Melodie des Meeres. Jetzt wird klar, daß dieses kleine Mädchen ein Wesen einer ganz anderen Art ist: halb Mensch, halb Zauberwesen. Schon bald sind die Kinder in eine märchenhafte Welt voller magischer Wesen eingetaucht und ihr – ziemlich spannendes! – Abenteuer beginnt…
Tomm Moore ist es gelungen, einen poetischen Kinderfilm zu erschaffen, der einem erwachsenen Publikum mindestens ebenso gut gerecht wird. Er nimmt seine Zuschauer mit der Musik des franz. Komponisten Bruno Coulais an die Hand und entführt sie in eine irische Sagenwelt.
,Die Melodie des Meeres‘ wurde beim Europäischen Filmpreis 2015 ausgezeichnet als Bester Animationsfilm !!!
Daneben ist er Irlands Beitrag zu den Oscars.
Regie Tomm Moore (Animationsfilm)
Drehbuch Will Collins
Musik Bruno Coulais
Stimmen David Rawle, Frédéric Cerdal, Fionnula Flanagan, Brendan Gleeson
Irland u.a. 2014, 93 Min., dt.F., ab 0/empf. ab 4