Astrid Lindgren war – 1907 geboren – bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 32 Jahre alt. Sie arbeitete Sekretärin, hatte wegen ihres unehelichen Sohnes die Familie verlassen und wohnte in Stockholm, während ihr Sohn Lasse bei Pflegeeltern untergebracht war. Damals hatte Astrid Lindgren als Schriftstellerin noch keine Zeile veröffentlicht.
Mit Ausbruch des Krieges beginnt sie, Tagebuch zu führen. Ab 1940 arbeitet sie in der Abteilung für Briefzensur des schwedischen Geheimdienstes. Durch diese geheime Arbeit ist sie bestens über die Kriegsereignisse in der Welt informiert. In klaren Worten hält sie ihre Gefühle im Tagebuch fest.
Eines Abends im Jahr 1941 fragte die inzwischen geborene Tochter Karin ihre Mutter vor dem Zubettgehen: „Erzähl mit etwas von Pippi Langstrumpf!“. Karin hat den Namen einfach erfunden. Also begann ihre Mutter eine Geschichte zu dem Namen zu erzählen … und es gab viele abendliche Folgen. Einige davon konnte Astrid Lindgren 1945 veröffentlichen…
Wilfried Hauke erzählt diese Jahre der jungen Astrid Lindgren in einer geschickten Mischung aus Spiel-Szenen und Interviews mit ihren Nachfahren.
Regie Wilfried Hauke (Dokumentarfilm)
Drehbuch mit Hermann Pölking
Kamera Sabine Panossian, Caroline Troedsson, Clas Elofsson
Musik George Kochbeck
Besetzung Sofia Pekkari, Tom Sommerlatte, Edda Braune, Ida Malene Schütte
Mit Karin Nyman, Annika Lindgren, Johan Palmberg
DE/SE 2024, 103 Min., schwed.OmU, ab 12