Die letzte Vorstellung im Kino „Arsenal“. Im Februar 2024 schließt das Arsenal in Tübingen nach fünfzig Jahren. Stefan Paul (Gründer des Kinos, aber auch Filmregisseur und Filmverleiher) blickt zurück – und ist dabei nicht allein. Viele Aktive aus Film und Kino erinnern an die schwierigen Zeiten des Anfangs – und dabei nicht nur an die Geschichte des Arsenal-Kinos, sondern auch an die Geschichte der Programmkinos in Deutschland überhaupt – vom Hamburger Abaton bis heute.
Die „Programmkinos“ wurden die Orte, wo die Filmemacher:innen des „Neuen deutschen Films“ ein interessiertes Publikum fanden, wo politisches Kino gezeigt wurde, wo Perlen der Filmgeschichte neu vorgestellt wurden. Oder – noch einen Schritt weiter – wo Undergroundfilme und Experimente gezeigt werden konnten – gefolgt von Filmgesprächen und Diskussionen.
Gleichzeitig waren die Programmkinos privat organisierte Kinos, die auf Besucher:innen angewiesen waren und nur überleben konnten, wenn ihnen die Mischung aus Kinokunst und Kinomarkt gelang.
Hamburger Premiere
Am Dienstag, 10. März um 19.30 Uhr kommen Regisseur Goggo Gensch und Kino-Besitzer Stefan Paul zur Premiere. Im Anschluss zeigen wir einmalig ,Themroc‘ von Claude Faraldo mit Michel Piccoli als Beispiel der erfolgreichen Film-Importe aus dieser Zeit.
Drehbuch, Regie Goggo Gensch (Dokumentarfilm)
Mit Stefan Paul, Ulrich Tukur, John Waters, Wim Wenders, u.a.
DE 2025, 102 Min., dtF