Der in der Jugendvollzugsanstalt Vierland gedrehte, halbdokumentarische Film beschreibt die Haftbedingungen und -erlebnisse einer zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilten Bankräuberin. Der Film setzt autobiografische Erfahrungen der Regisseurin um und stellt die psychische Situation einer Inhaftierten, ihre Konfrontation mit dem Aufsichtspersonal, freundschaftliche und feinselige Kontakte zu Mithäftlingen, an äußeren Geschehnissen insbesondere Einzelhaft, Arbeitszwang und -verweigerung, einen Hungerstreik und seine Folgen, schließlich die Entlassung der Inhaftierten, umfassend und beklemmend dar. (…)
Wegen der Wichtigkeit des Sujets und der fast dokumentarisch aufbereiteten Einblicke in eine dem Betrachter sonst - im doppelten Sinne des Wortes - verschlossene Lebenssituation glaubte die Mehrheit des Ausschusses, dem Film ein Prädikat nicht versagen zu sollen. (aus der Wertvoll-Begründung der Filmbewertungsstelle)
Sondervorstellung
Am Montag, 9. März um 19.30 Uhr präsentiert Regisseurin Margit Czenki ihren Film im Abaton – begleitend zu unserer Erstaufführung No Mercy.
Drehbuch, Regie Margit Czenki
Kamera Hille Sagel
Musik Franz Hummel
Besetzung Pola Kinski, Therese Affolter, Gerline Eger, Marianne Rosenberg, Ilse Pagé
DE 1987, 114 Min., dtF, ab 12