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Im Gefängnis in Teheran

Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen in Teheran im Gefängnis sitzt und regelmäßig misshandelt wird, wird vor die Entscheidung gestellt: sie leistet ein – im Fernsehen übertragenes – „Geständnis“ oder wird weiterhin im Gefängnis einsitzen…!?

Während die Vergangenheit und Gegenwart vermischt, Szenen vor ihrer Festnahme wie Gegenwart erlebt und ihre Realität im Gefängnis kaum noch wahrnimmt, bewegt sich Roya zwischen inneren Traumwelten und knapp gelebter Realität. Der Film zeigt deutlich, wie Isolationshaft Wahrnehmung und Identität verändert und die Chance auf Widerstand brüchig werden lässt … was einen kleinen positiven Lichtblick am Ende aber nicht verhindert.

Regisseurin Mahnaz Mohammadi hat selbst in diesem Gefängnis gesessen. Sie beginnt ihren Film mit einer Passage strikter First-Person-View durch die Augen von Roya und es heißt, dass sie die Misshandlungen nur bruchstückhaft zeigt, die sie dort erlebt hat. Das Gewicht liegt auf dem zweiten Teil des Films, der die psychichen Verschiebungen der durch Folter und Misshandlung gestressten Gefangenen zeigt.

Pressestimmen
"Der Film ist mutig: ästhetisch, inhaltlich, aber auch produktionstechnisch, da ohne offizielle Erlaubnis im Iran und in Georgien gedreht wurde.", so der Filmdienst. "Spannende Annäherung an das Schicksal einer stillen Freiheitskämpferin."
"Mit der großartigen Melisa Sözen in der Titelrolle entsteht so eine beklemmend genaue Vorstellung davon, wie der Terror des Mörder-Regimes zersetzend in das Leben seiner Opfer eindringt und es von innen zerstört.", meint Radio Eins.
"Mit fein abgestimmten, pointiert gesetzten audiovisuellen Akzenten arbeitet Mahnaz Mohammadi einen Zwischenzustand am Rande des geistigen Kollapses heraus.", schreibt Kino-Zeit.

Roya
Start war 7. Mai

Drehbuch, Regie Mahnaz Mohammadi

Kamera Ashkan Ashkani

Musik Andrius Arutiunian

Besetzung Melisa Sözen, Maryam Palizban, Hamidreza Djavdan, Mohammad Ali Hoseinalipour, Bacho Meburishvili

DE/LX/CZ/Iran 2026, 95 Min., OmU, ab 16

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