Das Besondere an den Filmen von Timo Großpietsch ist der Blick auf Details, die wir nie (oder sehr selten) zu Gesicht bekommen, der Sprung in Totalen, die erst einmal entziffert sein wollen. Nicht zu vergessen die ruhige Musikbegleitung von Vladyslav Sendecki. Das alles zusammen erzeugt einen Bilderrausch, wie man ihn selten findet..
In der aktuelln Erstaufführung ,Fluss‘ geht es ab dem 11. Juni um die Elbe von der kleinen Quelle im Riesengebirge bis zu den Sandbänken bei Cuxhaven. Timo Großpietsch: „In meiner Kindheit war die Elbe ein schmutziger Strom – Baden verboten, Fische mit Geschwüren, Schwermetalle aus dem Osten. Heute ist das Wasser sauberer, man kann wieder baden gehen. Mich hat interessiert: Wie konnte dieser Wandel geschehen? Was ist geblieben, was hat sich verändert? Wir haben ein Forschungsschiff begleitet, das regelmäßig Wasserproben zieht. Diese Fahrt hat mir gezeigt: Es gibt auch gute Nachrichten. Aber es gibt neue Risiken – Niedrigwasser durch den Klimawandel.“
Dazu zeigen wir noch einmal die beiden ersten Filme des Regisseurs: ,Stadt’ und ,Land‘.
Im seinem ersten Film ,Stadt‘ hat Timo Großpietsch Hamburg gefilmt. Er streift durch die unterirdischen Abwasserkanäle, findet aus der Luft immer Perspektiven und überraschende Motive.
Im seinem zweiten Film ,Land‘ beobachtet der Regisseur den ländlichen Raum, aber nicht nur. Wir sehen ebenfalls: Nahezu menschenleere Gewächshäuser, geheimnisvolle Brutschränke und Maschinen, die von Geisterhand arbeiten, ein Karussell auf dem Volksfest.
Pressestimmen
"Der Dokumentarfilm ’Fluss’ zeigt die vom Menschen geformte Kulturlandschaft mit tollen und oft überraschenden Bildern, lässt ihnen bis zur Mündung bei Cuxhaven Raum und Zeit.", so der NDR. "Er erzählt ohne Kommentar, wie eine Sinfonie: Mal laut, mal leise, mit eigens für den Film komponierter Musik."
"Am Ende hat man nicht nur einen Fluss gesehen, sondern eine Beziehungsgeschichte: zwischen Wasser und Mensch, Erfindungskraft und Zerstörung, Schönheit und Beton.", sagt Programmkino.de.
Drehbuch, Regie Timo Großpietsch (Dokumentarfilm)
Kamera Timo Großpietsch
Drohne Sebastian Sievert, Matthias Kunz
Schnitt Martin Hüsges
Musik Vladyslav Sendecki
DE 2026, 83 Min., dtF