| City of God |
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Die ,Cidade de Deus entstand als wahrscheinlich gutgemeintes Bauprojekt in den frühen 60ern: schnell hingebaute Siedlungen sollten in Rio de Janeiro neuen, erschwinglichen Wohnraum schaffen. Allmählich verwandelte sich das Viertel in eine Favela, einen Slum, in den die Polizei nur noch kommt, um Schweigegeld abzuholen. In den 80ern war City of God ganz in der Hand rivalisierender Jugendbanden, die sich bis an die Zähne bewaffnet gegenseitig die Marktanteile des Drogenhandels streitig machten. Paulo Lins lebte damals in City of God und träumte von einem Leben außerhalb. 20 Jahre später hat Paulo Lins seine Zeit in der Favela in einem großen autobiografischen Buch beschrieben, das dem Film als Vorlage dient. Es erzählt die Geschichte einiger Jugendlicher vom ersten Mord im Kindesalter bis zum frühen Höhepunkt ihres Lebens als Bandenchefs und dem frühen Tod. ,City of God ist realistisch, ohne Effekthascherei und ohne moralisches Urteil. Der Film zeigt, was war, was ist. Seine Darsteller stammen aus den Favelas von Rio de Janeiro. In Workshops hat Regisseur Fernando Meirelles nebenbei Brasiliens bekanntester Werbe-Filmer ihnen einerseits Schauspielern beigebracht und andererseits von ihnen gelernt. Ein Handy-Anruf beim im Gefängnis sitzenden Chef einer der Favelas war ausreichend (aber unumgänglich), um dem Team ,ruhige, diebstahlsarme Dreharbeiten in einem der Slum-Viertel zu ermöglichen.Das Ergebnis ist ein selbstbewußter und moderner Film, der im Geiste Martin Scorseses eine wahre Geschichte von den ,bösen Straßen der Großstädte der dritten Welt auf die Leindwand bringt. |
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