City of God
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von Fernando Meirelles
Co-Regie: Kátia Lund
mit Leandro Firmino da Hora, Seu Jorge, Phelipe Haagensen,
Alexandro Rodrigues, Matheus Nachtergaele
Brasilien 2002, 130 Min., dt.F.

Die ,Cidade de Deus‘ entstand als wahrscheinlich gutgemeintes Bauprojekt in den frühen 60ern: schnell hingebaute Siedlungen sollten in Rio de Janeiro neuen, erschwinglichen Wohnraum schaffen.

Allmählich verwandelte sich das Viertel in eine Favela, einen Slum, in den die Polizei nur noch kommt, um Schweigegeld abzuholen. In den 80ern war City of God ganz in der Hand rivalisierender Jugendbanden, die sich – bis an die Zähne bewaffnet – gegenseitig die Marktanteile des Drogenhandels streitig machten.

Paulo Lins lebte damals in City of God und träumte von einem Leben außerhalb. 20 Jahre später hat Paulo Lins seine Zeit in der Favela in einem großen autobiografischen Buch beschrieben, das dem Film als Vorlage dient. Es erzählt die Geschichte einiger Jugendlicher vom ersten Mord im Kindesalter bis zum frühen Höhepunkt ihres Lebens als Bandenchefs – und dem frühen Tod. ,City of God‘ ist realistisch, ohne Effekthascherei und ohne moralisches Urteil. Der Film zeigt, was war, was ist.

Seine Darsteller stammen aus den Favelas von Rio de Janeiro. In Workshops hat Regisseur Fernando Meirelles – nebenbei Brasiliens bekanntester Werbe-Filmer – ihnen einerseits Schauspielern beigebracht und andererseits von ihnen gelernt. Ein Handy-Anruf beim im Gefängnis sitzenden Chef einer der Favelas war ausreichend (aber unumgänglich), um dem Team ,ruhige‘, diebstahlsarme Dreharbeiten in einem der Slum-Viertel zu ermöglichen.

Das Ergebnis ist ein selbstbewußter und moderner Film, der im Geiste Martin Scorseses eine wahre Geschichte von den ,bösen Straßen‘ der Großstädte der dritten Welt auf die Leindwand bringt.

 
Der kleine Nazareno
Benefiz-Veranstaltung für Straßenkinder in Brasilien
mit einem Kurzfilm über die Projekte
Moderation und Information: Anna Thoma
11.5. um 19.00, Eintritt frei - um Spenden wird gebeten





Kinder aus dem Kinderdorf in Foraleza, Brasilien

Am 11.5. zeigen wir ,City of God‘ in einer Benefiz-Vorstellung für die Hilfsorganisation ,Der kleine Nazareno‘ (5 von 8 Euro gehen an ,Der kleine Nazareno‘.

Im Anschluß um 19 Uhr stellt die Organisation sich selbst und ihre Projekte in einem kleinen Film vor. Die Journalistin Anne Thoma berichtet von ihren Eindrücken aus dem Kinderdorf in Brasilien. Diese Veranstaltung kostet keinen Eintritt. Um eine Spende wird gebeten.


Der kleine Nazareno
Der aus Löningen stammende Bernd Rosemeyer hat in der brasilianischen Stadt Fortaleza eine Hilfsorganisation für Straßenkinder aufgebaut, die sich dort ,Pequeno Nazareno‘ nennt und in Deutschland ,Der kleine Nazareno‘. Das hier in Europa gesammelte Geld wird in Brasilien zum Aufbau des ,Nazareno‘-Dorfes außerhalb von Foraleza genutzt und zu weiteren Aktivitäten des Vereins, wie z.B. einer kleinen Schule zur Erwachsenenbildung in Fortaleza selbst, sowie zum Aufbau eines ähnlichen Projektes in der brasilianischen Großstadt Recife.





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