No Country for Old Men

Drehbuch, Regie, Schnitt: Joel und Ethan Coen
nach einem Roman von Cormac McCarthy
Kamera: Roger Deakins
Musik: Carter Burwell
Darsteller: Javier Bardem, Josh Brolin, Tommy Lee Jones, Kelly MacDonald, Woody Harrelson
US 2007, 122 Min., engl.OmU, ab 16
 feste Termine im  FilmABC

Vier Oscars für Besten Film, Beste Regie, die Drehbuchadaption des Romans und ein Schauspieler-Oscar für Javier Bardem

Moss ist ein einsamer Jäger. Das ist auch gut so, denn er jagt illegal. Wie er so menschenseelenallein durch die texanische Wüste pirscht, stößt er auf eine makabre Szene: Pickups stehen verlassen, mehrere Leichen liegen am Boden und eine nicht mehr zu zählende Menge von Patronenhülsen. Hier ist etwas so richtig schief gelaufen. Mit ins Bild gehören noch: kiloweise Heroin und eine Tasche randvoll mit Banknoten. Moss ist nicht dumm, er weiß, daß dieses Geld jemandem gehört, der ohne Gnade danach suchen wird, aber er nimmt es doch...

Tatsächlich hat Moss schon bald paar Männer auf den Hals, aber dann kommt obendrein ein Killer ins Spiel, der nur ein Gefühl kennt: gerade jemanden ins Jenseits zu befördern. Anton Chihurgh – wie ihn Cormac McCarthy in seinem Roman benannte – ist das wandelnde Böse, mit nichts bewaffnet, als mit einer Flasche mit komprimierter Luft...

Die Coen-Brüder sind wieder da, mit einem starken Film, der bei den Oscars ganz vorne mitmischen wird. Viel Zeit ist vergangen seit den Frühwerken ,Raising Arizona‘ und ,Blood Simple‘, seit ,Barton Fink‘, ,Fargo‘ und ,The Big Lebowski‘. Hier liefern die Coens einerseits einen handfesten, sich organisch entwickelnden Thriller und gleichzeitig ein Statement zum Zustand ihres Landes, das – wie einer der alten Herren sagt – „hart zu seinen Menschen ist“.

Ein Abend mit Fatih Akin
Am 12. Dezember wird der Golden Globe-Preisträger und Hamburger Regisseur um 20 Uhr zu seinem Film ,Soul Kitchen‘ zu Gast sein. Um 22.45 Uhr präsentiert er mit ,No Country for Old Men‘ einen seiner Lieblingsfilme mit ein paar einführenden Worten.