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Gegen den Strom

Kona fer Ý strÝ­
Regie: Benedikt Erlingsson
Drehbuch mit Ólafur Egilsson
Kamera: Bergsteinn Björgúlfsson
Musik: Davíð Þór Jónsson,
Darsteller: Hallodra Geirhardsdottir, Jóhann Sigurdarson, Davíð Þór Jónsson, Magnús Trygvason Eliasen, Ómar Guðjónsson
Island/FR/Ukraine 2018, 100 Min., dtF, ab 6
Läuft seit 13.12.2018
 feste Termine im  FilmABC
 Heiligabend 24.12. um 21:30 Uhr und Silvester 31.12. um 20:15 Uhr

Halla rennt !

Unsere Heldin heißt Halla. Sie hat gerade eine Überlandleitung kurzgeschlossen! Irgendwo draußen in der wilden Landschaft Islands. Im stromfressenden Aluminiumwerk gehen die Lichter aus. Halla weiß genau, was sie tut: Ausländische Investoren wollennoch mehr Aluminiumhütten bauen – und die mögen keine „unsichere“ Stromversorgung.

Einmal mehr entkommt die gschickte Halla der Polizei. Während sich im TV ihre Tat zum Medien-Spektakel entwickelt, ist Halla wieder in Reykjavik und übt mit ihrem Chor. Aber sie weiß sehr wohl, dass es mehr Anschläge braucht!

,Gegen den Strom‘ transportiert eine ernste Botschaft und erzählt doch in einem leichten, lakonischen Ton, der auch auf Kleinigkeiten achtet. Im „Showdown“ stellt sich heraus, das jedes Steinchen seinen Platz hatte!

Die originelle Musik des Filmswird ausschließlich vor der Kamra in der Szene gespielt – und das funktioniert einfach wunderbar. Dazu noch ein wunderbar simpler Epilog. Ein Glücksfall!

Bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck wurde ,Gegen den Strom‘ von drei Jurys mit Preisen ausgezeichnet – und er bekam den Publikumspreis. Das europ. Parlament gab dem Film seinen „Lux“, das Filmfest Hamburg den „Art Cinema Award“ und Islandschickt ,Gegen den Strom‘ ins Oscarrennen.

Zum Thema: Die preiswerte Energie ist Islands Segen und Fluch. Schon seit Jahrzehnten stellen die Isländer ihren Strom mit Geothermik und Wasserkraft her. Es gibt so viele heiße Quellen, dass man das Wasser der allgegenwärtigen Fernheizungen nach Gebrauch ins Abwasser lenkt. Der Strom ist so billig, dass er internationale Konzerne angelockt hat, die Aluminium verhütten. Dieser enorm energiehungrige Prozess ist in Island billiger, obwohl man das Bauxit (aus Brasilien) heranschaffen und das fertige Aluminium zum Kunden transportieren muss. In Island werden die aktuell drei großen Aluminiumhütten zwiespältig aufgenommen, denn von diesen drei Orten abgesehen, ist Island einer der unberührtesten Flecken der Erde. Bleibt noch zu erwähnen, dass seit den 90er Jahren für diese Alu-Hütten die isländische Stromproduktion verfünffacht wurde. Ein Hochtal wurde dazu per Staudamm unter Wasser gesetzt.

OmU-Trailer (FSK ab 0)