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Mo 17.12.
21:50
engl.OmU

The House that Jack Built

Drehbuch, Regie: Lars von Trier
Kamera: Manuel Alberto Ciaro
Darsteller: Matt Dillon, Bruno Ganz, Uma Thurman, Siobhan Fallon Hogan, Sofie Gråbøl, Riley Keough
Dänemark 2018, 155 Min., engl.OmU, ab 18
Läuft seit 29.11.2018
 feste Termine im  FilmABC

Ein Haus mit Hand und Fuß

Zwei Männer auf dem Weg in die Hölle. Der eine ist Jack, der Serienmörder, der andere ist Verge, sein „geistiger Führer“, der sich ebenso leicht wie gnadenlos über Jack lustig macht. Hinter Jack liegt der Film, den wir gleich sehen werden, vor ihm leuchtet das Licht der Hölle. Jack erzählt. Verge hört nicht wirklich zu. Er weiß schon, was mit Jack los ist…

Jack hat schon viele Menschen umgebracht, als wir ihn kennenlernen. Er ist smart genug, um niemals erwischt zu werden. Gleichzeitig hat er höhere Absichten. Er arbeitet an einem Kunstwerk, einem Haus aus Leibern. Verge kontert: Zu einem Kunstwerk gehört Liebe. Ohne Liebe keine Kunst. Deine Antwort Jack?

Lars von Trier nimmt die Zuschauer in seinem neuen Film mit auf eine Reise durch die Hölle. Die Morde sind so banal realistisch geschildert, dass man unweigerlich an die vielen „schönen“ Kinomorde denken muss, die von Trier hier als moralische Illusion entlarvt. Der ganze Film arbeitet mit Vergleichen aus der Kultur- und historischen Geschichte, die wieder mit einer Ebene der Wortspiele überlagert sind, die mehrfache Deutungen möglich machen. Falls man angesichts der Morde noch fähig ist, sich zu distanzieren, öffnet sich eine Welt, in der Lars von Trier mit entwaffnender Ehrlichkeit und Härte seinen künstlerischen Standpunkt in der Filmwelt schildert … und parodiert.

dt. Trailer (FSK ab 18)