Warnung vor einer heiligen Nutte

Drehbuch, Regie: Rainer Werner Fassbinder
Kamera: Michael Ballhaus
Musik: Peer Raben, Donizetti, Leonard Cohen
DarstellerInnen: Hanna Schygulla, Rainer Werner Fassbinder, Lou Castel, Marquard Bohm, Ulli Lommel, Margarethe von Trotta, Karl Scheydt, Kurt Raab, Eddie Constantine, Ingrid Caven, Werner Schroeter
DE 1971, 103 Min., dtF, ab 16
 feste Termine im  FilmABC

Dreharbeiten in den 70ern

Eine Filmcrew macht Dreharbeiten in Spanien. Die Situation ist angespannt…

Fassbinder in Statements aus den Jahren 1970 bis 72: „Ohne dass sie es recht merken, ist aus dramatischer Hysterie und klischierter Leidenschaft etwas entstanden, was sie nie recht greifen konnten, was den Grund ihrer Verwirrung ausmachte, was sie sündigen und beten ließ: der Film, der sie anzieht und sich ihnen entzieht, der Film – eine heilige Nutte. (…) ‚Warnung vor einer heiligen Nutte‘ handelt eigentlich von den Dreharbeiten zu ‚Whity‘. Der Film handelt davon, aufzuwachen und einzusehen, dass man von etwas geträumt hat, was es gar nicht gibt. (…) Die Entwicklung, die mein Regisseur durchläuft, besteht darin, dass er den Traum des Kollektivs aufgibt. Er verliert seine Illusionen und sieht die Situation so, wie sie ist (…) Das Thema ist, wie die Gruppe arbeitet und wie Führerpositionen entstehen und ausgenutzt werden.“

Früher Fassbinder mit Einführung
Begleitend zur Erstaufführung von ,Enfant Terrible‘: Am 5. und am 27. Oktober um 18 Uhr führt der Hamburger Filmwissenschaftler Michael Töteberg in zwei frühe Fassbinder-Filme ein. Am 5.10. in ,Warnung vor einer heiligen Nutte‘ und am 27.10. in ,Götter der Pest‘.
Am 19. Otkober um 19 Uhr ist mit Harry Baer ein langjähriger Vertrauter von Fassbinder zu Gast. Baer liest aus seinen Buch „Das musste ausgerechnet mir passieren. Mein Leben mit und ohne Fassbinder.“