Lore wird das Gefühl nicht los, die hat nicht richtig gelebt. Da muss noch etwas kommen. Fair und unfair fordert sie Harry heraus: „Sei nicht so schlapp!“ Harry fühlt sich eigentlich gut, er ist kürzlich in Rente gegangen und ist bereit, den Reste „einfach kommen zu lassen“.
Eingebettet in die unvermeidlichen Rituale des alten Paares, kann diese Situation nicht ohne Konflikte bleiben. Elke Heidenreich und Bernd Schröder haben 2009 diese Situation in einem Dialog-Roman auf den Punkt gebracht. Andreas Dresen und Laila Stieler wiederum (und Dagmar Manzel und Joachim Król in den Hauptrollen) haben die Aussage noch einmal verdichtet.
Pressestimmen
"Einmal mehr zeigt sich hier die große Kunst von Dresen: Durch das präzise Inszenieren noch der kleinsten Verrichtungen gelingt es ihm von der nach außen fast unsichtbaren, nach innen aber essenziellen Entwicklung zu erzählen, die Lores und Harrys Beziehung in diesem Jahr durchläuft.", so die taz.
"Diese bitteren Crashs ebenso stimmig zu erzählen wie die unsentimentalen, einander tröstenden Gespräche über das Altern, die Lore und Harry führen, darin liegen die Qualitäten des Menschenkinos von Andreas Dresen.", schreibt der Tagesspiegel.
"Es gibt keine erwartbaren Plotpoints (...). Umso glaubwürdiger erscheint das leise Wiedererwachen der Liebe zwischen den Eheleuten. Warum sollte es dafür rationalere Gründe geben als für eine erste Liebe?", meint die Frankfurter Rundschau.
Regie Andreas Dresen
Drehbuch mit Laila Stieler
nach dem Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder
Kamera Michael Hammon
Musik Rémi Geffroy
Besetzung Dagmar Manzel, Joachim Król, sowie Anna von Seld, Liane Düsterhöft
DE 2026, 110 Min., dtF, ab 6