Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein großer brutaler Metzger auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, ist Andor zutiefst enttäuscht…
László Nemes (,Son of Saul‘) hat wieder einen außergewöhnlichen Film geschaffen, der das Leben und die Stimmungen im Budapest der frühen Sechziger zum Leben erweckt. Mittendrin erzählt er die Geschichte eines Jungen, der versucht, seinen Glauben an einen guten, vorbildlichen Vater nicht zu verlieren.
Pressestimmen
"Das jüdische Leben erscheint dabei als fragile Insel in einer feindseligen Umgebung. Antisemitismus ist präsent, offen oder unterschwellig. Zugleich zeigt Nemes, wie sehr Überleben Kompromisse verlangt.", so epd film.
"Andor Hirsch formuliert (...) kein pathetisches Geschichtsdrama, sondern ein trotz diverser Längen düsteres, psychologisch dichtes Familienporträt, denn die atmosphärische Kraft und die moralische Ambivalenz machen den Film zu einem sehenswerten Beitrag des europäischen Autorenkinos.", findet Film-Rezensionen.de.
Regie László Nemes
Drehbuch László Nemes, Clara Royer
Kamera Mátyás Erdély
Musik Evgueni Galperine
Besetzung Bojtorján Barabas, Andrea Waskovics, Grégory Gadebois, Marcin Czarnik
HU/FR/DE/UK 2025, 133 Min., ung.OmU, ab 12