Früher waren sie die „Enfants Terribles“: Charlotte, Helena und Oskar haben Experimentalfilme gemacht. Das ist jetzt viele Jahre her. Ihre Freundschaft war in einem großen Streit geendet. Charlotte ist bei einem Sender angestellt, Helena und Oskar haben kein Geld. Jetzt tun sie sich wieder zusammen und Charlotte spendiert den Dreien einen gemeinsamen Urlaub. Schon am Flughafen gehen die Streitigkeiten wieder los … aber dann verlieben sich alle drei in denselben Mann! Aber noch besser: Sie beschließen, einen Film über eine Serienmörderin zu drehen. Das sorgt für Momente der Einigkeit, aber dann gibt es einen Todesfall…
Auf 16mm-Material gedreht hat Brezel Göring diesen Film und schöne Fehler eingebaut, wie sie Amateurfilmer machen. Sein bewusst unperfektes Werk ist ein nonstop von „Stereo Total“-Musik untermalter Trip, der sich durch Liebe zum Trash, zum Unfug, Freude an der grellen Verkleidung, an Provokation und wildem Sound auszeichnet.
Lilith Stangenberg spielt Charlotte. Das Drehbuch folgt einem unvollendeten Roman der 2021 verstorbenen Françoise Cactus, Görings Partnerin bei dem Dutzend Alben der Gruppe Stereo Total. Ein minimales Setup bringt Brezel Göring zur Premiere mit und gibt ein kleines Konzert.
Presssestimmen
"Mit ’Für immer 16’ dreht Brezel Göring den vermutlich anarchischsten deutschen Film des Jahres: eine Punk-Komödie über das Altern und die Weigerung erwachsen zu werden", findet artechock.
"Brezel Görings Spielfilm „Für immer 16“ ist ein Super-8-Spektakel. Bunt, frei, bekloppt.", findet die taz.
Regie Brezel Göring
Drehbuch mit Françoise Cactus
Kamera Stephan Holl
Musik Stereo Total
Besetzung Lilith Stangenberg, Mücke, Chang Wang, Twiggy
DE 2026, 74 Min., dtF