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MONTAG
12.10.
Premiere mit Gästen
19:30
KK
Wie sieht ein Wunder in politisch so schwierigen Zeiten wie diesen überhaupt aus?

Das politisch engagierte russische Emigrantenkollektiv Chto Delat (was auf Russisch „Was ist zu tun?“ bedeutet) setzt in seinen Multimedia-Projekten, die sich irgendwo zwischen experimentellem Kino und Installationskunst ansiedeln, auf brechtianische Verfremdung. Chto Delat wurde 2003 in Sankt Petersburg gegründet und bringt Künstler, Schriftsteller, Philosophen und Choreografen zusammen, um die Komplexität des kollektiven Gedächtnisses und die Politik des Alltags zu hinterfragen.

Für ihr experimentelles Roadmovie ,Songs of Hope and Despair‘ ließen sich die russischen Exilanten von zwei bedeutenden historischen Kunstwerken inspirieren: Werner Tübkes „Das Panorama des Bauernkriegs“ und Rainer Werner Fassbinders Film „Die Niklashausener Fahrt“. 

Ihr unverhohlen lo-fi-artiger Film, der in der ehemaligen deutschen Bergbaustadt Hettstedt gedreht wurde, ist als improvisiertes Märchen konzipiert, das über gescheiterte Revolutionen, Ökologie und die Ängste unserer heutigen Zeit reflektiert. Es ist ein magisches Spiel und ein absurdes Musical in einem, in dem sich eine Gruppe seltsam kostümierter Helden auf die Suche nach einem Wunder begibt.

Hamburger Premiere
Am Montag, 12. Oktober um 19.30 Uhr sind Mitglieder von Cast und Crew des Films zu Gast.

Songs of Hope and Despair

Drehbuch, Regie Tsaplya Olga Egorova

Mit Kunstmuseum Moritzburg Halle, Kunstmuseum Wolfsburg u.a.

DE 2025, 82 Min., deutschland, englisch, russisch mit engl. UT.

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