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GK
Auf dem rechten Auge blind

Die junge Staatsanwältin Seyo Kim tritt entschlossen gegen die tricksenden Reden eines rechtsextremen Angeklagten auf. Als sie kurz darauf Opfer eines Attentats wird, übernimmt sie „ihren Fall“ selbst … und das in und mit einem Rechtssystem das rechts offenbar blind ist.

Der deutsch-iranische Regisseur Faraz Shariat macht aus dieser „einfachen Geschichte“ einen spannenden Thriller mit einer sensiblen, aber immer wieder unberechenbar hartnäckigen jungen Koreanerin im Mittelpunkt. Das Drehbuch hat Claudia Schäfer über mehrere Jahre entwickelt.

Sie sagt: „Könnte eine linke, selbst von Rassismus betroffene Staatsanwältin in dieser hierarchischen Institution überhaupt Einfluss nehmen? Ist die deutsche Justiz so angelegt, dass sie Opfern rassistischer Gewalt gerecht werden kann? Und gerecht werden will? Was hat sich verändert, seit Generalstaatsanwalt Fritz Bauer in den 60ern skandierte: „Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich feindliches Ausland?“ Ist ein Gericht, besetzt mit drei Schwarzen Richter:innen, in Deutschland überhaupt denkbar? In dem wir diesen inneren Widerständen folgten, spannen wir das Szenario weiter. Was wäre passiert, wenn unsere Protagonistin nicht Anwältin geworden wäre, sondern doch den Weg als Staatsanwältin gewählt hätte? Wir schickten ,Seyo Kim‘ als Alter Ego auf eine Reise in eine weiße Gegend Deutschlands – in eine Institution, in der sie nicht mal ihre besten Freund:innen vermuten würden.“

Pressestimmen
"Regisseur Shariat hinterfragt klug, was passiert, wenn demokratische Institutionen unter Druck geraten. (...) ’Staatsschutz’ erzählt Widerstand als Entscheidung sich einzumischen und demokratische Institutionen nicht denen zu überlassen, die sie von innen verändern wollen. (...) Genau diese Mischung aus Wut und Hoffnung bleibt nach einem der wichtigsten deutschen Filme des Jahres hängen.", schreibt der NDR.
"’Staatsschutz’ konfrontiert das Publikum mit einer Wut, die sich nicht bequem in Betroffenheit überführen lässt. Man verlässt diesen Film nicht nur erschüttert, sondern mit dem Wunsch, tätig zu werden und das deutsche Institutionengebäude einer gründlichen Reinigung zu unterziehen.", findet artechock.
"’Staatsschutz’ ist packend und dicht inszeniert, (...) ein Werk, das der (institutionellen) Ohnmacht gegen den Rechtsruck und dessen Verharmlosung persönliches Engagement und Solidarität unter den Opfern entgegenstellt und mit Genrevibes die Angst aufbricht.", so die taz

Staatsschutz
Start war 27. August

Regie Faraz Shariat

Drehbuch Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi, Jee-Un Kim

Kamera Lotta Kilian

Musik Gabriel Ólafs

Besetzung Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak, Arnd Klawitter, Sebastian Urzendowsky

DE 2026, 113 Min., dtF, FSK ab 12

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