Christian Hornung zu seinem Film.: „Mit ,Sternbrücke Forever‘ versuche ich, das Wesen eines Ortes einzufangen, der kurz vor dem Verschwinden steht und die Menschen zu porträtieren, deren Leben eng mit ihm verwoben ist.
Jahrelang bin ich mit dem Fahrrad unter dieser Brücke durchgefahren. Ich war hier auf Konzerten und kannte die Brücke bei Tag und bei Nacht. Als ich von den Plänen hörte, die Sternbrücke abzureißen, wusste ich sofort: Ich will hier einen Film machen, ich muss das Besondere dieses Ortes einfangen.
Die Sternbrücke ist ein eigenartiger Schauplatz – beengt, schmutzig und ohrenbetäubend laut, und doch voller Leben und Charakter. Auf nur wenigen hundert Quadratmetern verdichtet sich hier das Leben der Großstadt: Handwerk, Kultur, Nachtleben, Gastronomie und das ständige Rauschen des Verkehrs. Obwohl es sich um einen durch und durch urbanen Ort handelt, besitzt er für mich zugleich eine beinahe dörfliche Atmosphäre. Eine Eisenbahnbrücke an und unter der Menschen leben und arbeiten – oft unter prekären Umständen, zugleich mit einem starken Gefühl der Verbundenheit.“
Hamburger Premiere
Am Sonntag, 4. Oktober um 17.15 Uhr wird Regisseur Christian Hornung im Abaton zu Gast sein. Vor dem Film gibt es ein Mini-Konzert der Ruhrpott Robots, die auch schon bei den Kreiselkonzerten an der Sternbrücke gespielt haben.
Drehbuch, Regie Christian Hornung (Dokumentarfilm)
Kamera Marvin Hesse
DE 2026, 98 Min., dtF