In Mexiko werden mehr als 130.000 Personen vermisst. Das Risiko für Migrant:innen und Menschen auf der Flucht, Opfer von gewaltsamen Entführungen zu werden, ist dabei besonders hoch. Internationale Menschenrechtsorganisationen benennen insbesondere die Zwangsrekrutierung von Minderjährigen durch Akteur:innen des organisierten Verbrechens als eine der Ursachen für das Verschwinden.
Der Film ,Toshkua‘ (das Wort der im Honduras lebenden indigenen Pesh-Gemeinschaft für „Verschwinden“) begleitet die Honduranerin Mary bei der Suche nach ihrem Sohn Marco, der auf seinem Weg von Honduras in die USA entführt worden ist. Im Laufe ihrer Reise schließt sie sich anderen Müttern in Mexiko an, die nach ihren Kindern suchen. Hinter jeder einzelnen vermissten Person steht eine Familie, die sucht und für eine Aufklärung des Verbleibs ihrer Angehörigen kämpft.
Francisco, Ältester der Pesh-Gemeinschaft erlebt die Zerstörung des tropischen Regenwalds, die Vertreibung seines Volkes, die Abwanderung seiner Kinder und das Verschwinden seiner eigenen Sprache.
Beide kämpfen auf ihre Art und Weise gegen das Verschwinden.
Drehbuch, Regie Ludovic Bonleux (Dokumentarfilm)
Kamera Ernesto Pardo, Ludovic Bonleux
Musik Manuel Danoy
Mit Mari und Francisco
MX 2023, 80 Min., span.OmeU