Im Wilden Westen gilt ein Buchhalter nicht als richtiger Mann, und ist deshalb früher oder später ein toter Mann. Als der Buchhalter mit dem ominösen Namen William Blake in dem kleinen Ort ganz am Ende der Eisenbahnlinie ankommt, ist sein Job bei den Metallwerken des mächtigen John Dickinson schon weg. Leider stirbt Johns Tochter bei einem Schusswechsel, in den William dummerweise verwickelt ist. William flieht in die Wildnis … irgendwohin.
Auf seinem Ritt durch ein filmisches Zwischenreich im Schatten von John Ford und Arthur Penn wird der totgeweihte Held begleitet und beschützt von Nobody, einem wortgewaltigen Indianer, der das Werk des englischen Dichters William Blake(!) kennt.
Zu der einfachen, starken Gitarrenmusik von Neil Young reiten die beiden ungleichen Helden von Schwarzblende zu Schwarzblende durch Jim Jarmuschs Rätselreich der Filmgeschichte. Zur Einstimmung trifft Depp in einer schönen Sequenz (noch im Zug) auf Crispin Glover, der ihm Grundsätzliches über den Westen beibringt.
Drehbuch, Regie Jim Jarmusch
Kamera Robby Müller
Musik Neil Young
Schnitt Jay Rabinowitz
Besetzung Johnny Depp, Gary Farmer, Crispin Glover
US 1995, 121 Min., engl.OmU, ab 6