Als junger Mann wächst Ödipus bei Hirten auf. Er weiß nicht, dass er in Wirklichkeit der Sohn des Königs ist. Als Ödipus nach Theben aufbricht und sich an einer Kreuzung ein Mann in seinen Weg stellt und freien Weg verlangt, kommt es zum Kampf und der Fremde fällt unter Ödipus’ Schwert. Es wird sich herausstellen, dass Ödipus seinen Vater, den König, getötet hat … der sein Kind hatte töten lassen wollen, weil ein Orakel ihm genau dies vorhergesagt hatte.
Zu seiner Fassung der Oedipus-Geschichte sagt Pier Paolo Pasolini: „Als ich den Film drehte, hatte ich zwei Ziele vor Augen: eine gewissermassen völlig metaphorische und daher mythologisierte Autobiografie; und ich wollte mich sowohl mit der Frage der Psychoanalyse als auch der des Mythos auseinandersetzen. Aber anstatt den Mythos in die Psychoanalyse hineinzuprojizieren, habe ich die Psychoanalyse in den Mythos zurückprojiziert.“