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Filme und Gespräche mit Hannes Heer

Mythen sind erst einmal Geschichten, mit denen die Menschheit früher die Grundfragen ihrer Existenz beantwortet hat. Mythen begründeten die Rituale eines Volkes und seine gesellschaftliche Ordnung. Sie waren wahr, weil sie schon immer galten, und heilig, weil sie zusammen mit den Ritualen das Leben eines Stammes oder eines Volkes sicherten. Heute haben Wissenschaft und Technik nahezu alle Spuren mythischen Denkens verdrängt. Nur noch bei wenigen, abgelegen lebenden Völkern sind Mythen auch heute noch ein sinnstiftender Bestandteil des Lebens.

Ende der 1980er Jahre hat Historiker, Regisseur und Publizist Hannes Heer die Mythen in einer Filmreihe untersucht und dazu Naturvölker in Arizona, in Mali, in Australien und auf Papua-Neuguinea besucht. In drei Matineen stellt er von November bis Januar dieses Werk in Film und Gespräch vor.

Zur Reihe gibt es ein ausführliches Heft  mit Texten zu jedem der Filme und Vorträge.

Matinee 3: Film und Vortrag
Am 16. Januar um 11 Uhr  
Zuerst gab es nur den Schöpfer – Die Hopi in Arizona
und ein begleitender Vortrag über die Reise des Hamburgers Aby Warburg zu den Hopi in den Jahren 1895/96.

Die Hopi gehören zu den „Pueblo-Indianer“ genannten Stämmen im Südwesten der USA, die vor etwa 1 500 Jahren aus alt-mexikanischen Siedlungsgebieten eingewandert waren. Da ihre Siedlungen in der für die Weißen uninteressanten Wüste lagen, konnten sich die religiösen und kulturellen Traditionen der Hopi länger erhalten, als bei den meisten anderen indianischen Völkern. Die Folge war auch ein ausgeprägter Stammesstolz. 

Der aus der Hamburger Bankdynastie stammende Kunsthistoriker Aby Warburg reiste 1895 zur Hochzeit seines Bruders Paul nach New York. Durch die Vermittlung des Ethnologen Franz Boas lernte Warburg die Wissenschaftler kennen, die als Feldforscher die Stämme der Zuñi und Hopi in New Mexiko und Arizona aufgesucht hatten. Nach einem kurzen Aufenthalt in San Francisco reiste Warburg im April 1986 nach Arizona zu den Hopi-Dörfern auf der Black Mesa. Fritz Saxl, Warburgs engster Mitarbeiter, schrieb 1929 nach dem plötzlichen Tod seines großen Lehrers: „Es war eine Reise zu den Archetypen“. Zwei Erfahrungen hätten Warburg dort zutiefst beindruckt: „Er beobachtete die Prägung und Weitergabe von Symbolen. Ein Symbol dient der Umschreibung eines formlosen Schreckens. […] Warburg begann zu verstehen, dass die Schaffung eines Symbols wie ,Schlange für Blitz‘ als ein Aufklärungsakt begriffen werden muss.“

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