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Der starke Erstling des kanadischen Regisseurs Xavier Dolan

Hubert ist 17 Jahre alt und lebt in Quebec, dem französich-sprachigen Teil Kanadas. Jetzt sitzt er gerade mit seiner Mutter in ihrem Auto und die beiden streiten lauthals über gar nichts. Hubert hasst seine Mutter Chantale. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er sich nicht mit ihr mit aller Inbrunst streitet. Zum endgültigen Bruch, den man jedesmal deutlich in der Luft spürt, kommt es aber nicht, denn Mutter und Sohn brauchen einander auch.

Von Huberts homosexueller Beziehung mit Antonin weiß die Mutter nichts. Eine Gesprächspartnerin findet Hubert nur in seiner Lehrerin Julie, die ihn zum Schreiben ermutigt. Mit der Zeit wird der Hass auf die Mutter so groß, dass er beginnt zu erzählen, sie wäre gestorben…

Mit seinem Erstling hat sich der kanadische Regisseur und Darsteller – er spielt den Hubert selbst – gleich an den internationalen Sternenhimmel der Regisseure gebeamt. Die starken, widersprüchlichen Gefühl in Hubert selbst und in der Beziehung zwischen Mutter und Sohn, seine Suche nach sexueller Orientierung, seine potentielle Entwicklung zum Künstler und im Gegenzug die gesellschaftliche Ausgrenzung – für all das erfindet Dolan wie beiläufig einer Formsprache, wie sie für einen damals 19 Jahre jungen Regisseur erstaunlich ist. 

I Killed My Mother
Start war 3. Februar 2011

Drehbuch, Regie Xavier Dolan

Kamera Stéphanie-Anne Weber-Biron

Musik Nicholas Savard-L’Herbie u.a.

Besetzung Xavier Dolan, Anne Dorval, Suzanne Clément, Elise Guibault, François Arnaud

Kanada 2009, 100 Min., dtF, ab 16

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