Stellen Sie sich vor … Sie wachen eines Morgens (?) auf. Sie wissen nicht, wo Sie sind und sie wissen nicht, wie Sie dorthin gekommen sind. Aber irgendwann wird klar, dass Sie in einem Raumschiff hocken, dass Sie irgendwo weit draußen im All sind … auf der Reise nach Tau Ceti. Was ja wohl ein Stern in relativer Nähe zur Sonne ist … wie schön!
Wie gut, dass die Regisseure ein paar Retrospektiven eingebaut haben, aus denen Sie und das Publikum erfahren, wie es zu dieser außergewöhnlichen Reise gekommen ist. Dass nämlich die Sonne schwächelt und – wenn nicht dagegen gemacht wird – eine neue Eiszeit bevorsteht. Und weil Sie ja Bio-Wissenschaftler sind, wurden Sie ausgewählt, um die Erde zu retten … wobei Sie noch keine genauer Vorstellung haben, wie das geschehen soll.
Und jetzt sind Sie plötzlich Ryan Gosling in einem fantastischen Film nach einem Buch von Andy Weir, der schon ,The Marsian‘ geschrieben hatte. Die Regisseure sind diesmal Phil Lord und Christopher Miller, Spezialisten für ausgefallene Plots, die sie mit viel Humor auf die Leinwand bringen. Und Ryan Gosling hat Humor. Den zeigt er besonders, als er auf ein fremdes Wesen im All stößt (das ebenfalls ein Problem mit seinem Heimatstern hat).
Mit dem Bildern von Dune-Kameramann Greig Fraser und den schönen Musik von Daniel Pemberton war das weite Weltall noch nie so warm und schön.
Regie Phil Lord, Christopher Miller
Drehbuch Drew Goddard
Nach dem Roman von Andy Weir
Kamera Greig Fraser
Musik Daniel Pemberton
Besetzung Ryan Gosling, Sandra Hüller, Milana Vayntrub, Lionel Boyce, Ken Leung
US 2026, 157 Min., engl.OmU, ab 12