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Eine Kindheit in der Wüste

Die 14-jährige Sun hat ein Buch veröffentlicht – inspiriert von einer Geschichte, die ihr Großvater einst erzählte: die unglaubliche Legende des Jungen Hadara, der während eines großen Sandsturms von seiner Karawane getrennt wurde und von einer Gruppe Strauße gerettet wurde. 

Er wächst in der großen Weite der Sahara auf, begleitet nur von seinem treusten Gefährten, einem jungen Wüstenfuchs, und den Straußen, die ihn beschützen. Als Sun im Rahmen einer Preisverleihung für ihr Buch selbst zu einer Reise in die Sahara eingeladen wird, begegnet sie dort dem gleichaltrigen Nomadenmädchen Kharouba – und erkennt bald, dass die Legende des Wüstenkindes Hadara weit mehr ist als eine einfache Gute-Nacht-Geschichte… 
Nach Ausflügen in die Wildnis Afrikas („Mia und der weiße Löwe“) und in den Dschungel des Amazonas-Gebietes („Ella und der schwarze Jaguar“) drehte Regisseur Gilles de Maistre in ,Die Legende des Wüstenkindes‘ eine packenden Erzählung vor der spektakulären Kulisse der Wüstenlandschaft der Sahara. 

Gilles de Maistre: „Meine Frau Prune hat das Buch der schwedischen Journalistin Monica Zak über die wahre Geschichte von Hadara gelesen. Sie drängte mich, das Buch zu lesen. Aber ich habe zu der Zeit gerade mit Löwen gearbeitet und – ehrlich gesagt – konnte ich mir keine Strauße vorstellen. (…) Schließlich las ich die Geschichte. Prune hatte recht, dieses Buch war der Wahnsinn. Er ging im Alter von zwei Jahren verloren und überlebte dank der Tiere der Wüste. Er wurde erst zehn Jahre später gefunden, und während dieser ganzen Zeit wuchs er mit den Straußen auf, dank derer er überlebte. Sie nahmen ihn auf, trugen ihn auf ihrem Rücken, und er blieb bei ihnen. Als Hadara im Alter von 12 Jahren gefunden wurde, lernte er lesen, schreiben und sprechen. Er hatte fünf Kinder. Auf Drängen seiner Frau kehrte er in die Wüste zurück, wo er erneut sieben Jahre mit den Straußen verbrachte. Es gibt übrigens ein zweites Buch, das von diesen sieben Jahren erzählt.

Hadaras Geschichte stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Heutzutage hätte er eventuell nicht überlebt, denn die Wüste ist viel trockener. Es gibt kein Wasser mehr, keine Nahrung, keine Tiere. Die Sahara ist weitgehend von der Dürre heimgesucht worden, während es vor etwa hundert Jahren noch Oasen, Löwen und Strauße gab...

Wir drehen mit Tieren, die wir aus verschiedenen Lebensumständen retten. Bei diesem Film haben wir etwa zehn Strauße aus einer Zuchtfarm geborgen. Unsere Strauße leben nun in einem Lebenshof in Marrakesch namens La Perle aux Oiseaux. Als ich das Buch las, schoss mir durch den Kopf, dass der Strauß ein wenig bekanntes Tier ist, 2,50 Meter groß, 100 Kilo schwer. Er verfügt über kolossale Kraft und unglaubliche Schnelligkeit. Also, was tun? Wir haben Wendy Adriaens entdeckt, eine Flämin. Sie rettet Strauße aus Zuchtbetrieben. Das war der Einstieg in den Film. Sie baut echte Beziehungen zu den Straußen auf. Sie konnte den Kindern helfen, sie ausbilden und in die Straußenherde integrieren. Ohne sie hätte ich diesen Film nicht drehen können.“

Pressestimmen
"Ein schön fotografierter Naturfilm und eine Erzählung über Identität und Zugehörigkeit, die durch ihre Einfachheit besticht.", sagt die Aachener Zeitung.
"So erzählt der Film die berührende Geschichte einer Mensch-Tier-Beziehung, die auf einer wahren Gegebenheit beruht, und beeindruckt mit spektakulären Naturaufnahmen.", schreibt der Tagesspiegel.

Die Legende des Wüstenkindes
Start war 21. Mai

Regie Gilles de Maistre

Drehbuch mit Prune de Maistre

Kamera Vincent de Gelder

Musik Armand Amar

Tier-Lehrerin Wendy Adriaens

Besetzung Nahel Tran, Zayn Sekkat, Nahïl Bouazzaoui, Kev Adams, Neige de Maistre

FR 2026, 92 Min., dtF, ab 6

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