Mira und ihre beiden Söhne leben eher schlecht als recht von dem wenigen Geld, das der nach Griechenland geflohene Ehemann Mira sendet. Toni, der ältere Sohn, ist in der Pubertät und hat sich Hals über Kopf in die gleichaltrige Sara verliebt. Sara und ihre Mutter planen, ins Ausland zu gehen. Mira muss sich mit den finanziellen Problemen auseinandersetzen. Sie hat das Haus verkauft und das Geld in eine der Firmen investiert. Sie wohnt jetzt mit Toni bei den Großeltern.
Diese etwas labile und prekäre familiäre Situation findet in einem Albanien statt, dass kurz vor dem Zusammenbruch steht. Täglich gibt es neue Gerüchte, dass die sogenannten Pyramiden-Gesellschaften das Geld, das die Bürger dort investiert haben, veruntreuen. Bevor der Sommer kommt, wird die Blase platzen und das Land versinkt sprichwörtlich im Chaos. Die enttäuschten Menschen plündern, nehmen sich, was immer sie bekommen können … und kriminielle Banden nutzen die Gunst der Stunde.
Florenc Papas führt mit seinem dramatischen Film mitten in das Jahr des albanischen Zusammenbruchs. Mira und Toni kämpfen um das tägliche Weiterleben, aber auch um den Zusammenhalt der Familie in Zeiten, die keine Hoffnung zulassen. Das Beste wäre es, wenn sie das Land verlassen würden…
Regie Florenc Papas
Drehbuch mit Glykeria Patramai
Kamera Simon Sarketzis
Musik Matej Merlic
Besetzung Adriana Matoshi, Orion Jolldashi, Nik Xhelilaj, Flonja Kodheli, Suela Bako, Olivia Hysolli
Albanien 2024, 101 Min., alb.OmU