Ein malerisches Grundstück am märkischen Meer nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer, die von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt sind. In den 1930er Jahren erwirbt ein jüdischer Tuchfabrikant einen Teil des Grundstücks. Ein Architekt und seine Frau (dargestellt von Lars Eidinger und Susanne Wolff) errichten auf dem anderen Teil ein Haus im modernen Stil der Zeit. Nachdem die beiden in den Westen fliehen, beziehen – als sie aus dem sowjetischen Exil zurückkehren – eine Schriftstellerin und ihr Mann das Haus. Bis zum Mauerfall wird ihre Enkelin – Erzählerin und Alter Ego der Autorin Jenny Erpenbeck – dort die Sommer verbringen.
„Einerseits geschieht nichts, nur eine Reihe intensiver Augenblicke, andererseits vergeht fast ein Jahrhundert wie im Zeitraffer. Die Menschen träumen, planen, bauen, lieben, kommen, gehen, werden vertrieben, ermordet oder überleben und altern, wie die Natur, die sich zwischen Wald und See in stetigem Wechsel verändert. Alle hoffen auf einen glücklichen Sommer am See, doch der Lauf der Geschichte macht an ihrem Ufer nicht halt. Kein Leben verläuft so, wie es der Einzelne sich vorgestellt, geplant oder gewünscht hat. Immer verändert der Lauf der Geschichte jedes einzelne Leben.“ Volker Schlöndorff
Hamburger Premiere
Am Freitag, 16. Oktober um 20 Uhr ist die Premiere mit Regisseur Volker Schlöndorff.
Drehbuch, Regie Volker Schlöndorff
nach dem Roman von Jenny Erpenbeck
Kamera Axel Schneppat
Musik Annette Focks
Besetzung Lars Eidinger, Martina Gedeck, Susanne Wolff, Ulrich Matthes, Detlev Buck, Michael Maertens, Marie Matschke, Angela Winkler, David Bennent
DE/FR 2026, 121 Min., dtF, ab 12