Im Jahr 2030 ist der gealterten Schauspielerin Frau Winkler kaum mehr geblieben als ihre Tochter Emi. Frau Winkler hat nie ganz aus ihrer Trauer um ihren Ehemann und Bühnenpartner herausgefunden und sich dabei immer auf Emi verlassen.
Doch als Frau Winkler zuhause verunglückt und auf intensive Hilfe angewiesen ist, kann (und will) ihre Tochter Emi ihr nicht helfen, weil sie – ebenfalls Schauspielerin – ein Theater-Engagement für eine Hauptrolle in einem Tschechow-Stück angenommen hat. Da wir im Jahr 2030 sind, ist eine Lösung schnell gefunden: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt.
Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die „maschinelle Zuwendung“. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem durchaus belesenen Roboter, den sie Pawlowitsch (Tschechows zweiter Vorname) nennt, weil er wunderbar Tschechow rezitieren kann.
Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen. Kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben?
Im neuen Film von Doris Dörrie geht es neben KI vor allem um menschliche Gefühle – zwischen Menschen und zwischen der Protagonistin – gespielt von Angela Winkler – und ihrem Roboter.
Drehbuch, Regie Doris Dörrie
Kamera Leah Striker
Musik Charlotte Goltermann
Besetzung Angela Winkler, Laura Tonke, Josef Ellers, Via Jikeli, Eugene Boateng, Zoë Baier
DE 2026, 108 Min., dtF, ab 12