Eine Handwerkerin, die Teppiche webt, kommt zu einer Familie, die einen Teppich in Auftrag gegeben hat, und wird Teil ihres Alltags.
Zunächst behandelt die Familie sie mit Vorsicht, vergisst sie dann aber nach und nach, und sie wird zu einer stillen Zeugin all dessen, was in ihrem Haushalt geschieht. Die Energien der Familie spiegeln sich in dem Teppichen wider.
Regisseur Aktan Arym Kubat: „Durch die Weberin wollte ich die Geschichten mehrerer Familien erzählen, insbesondere die von Frauen. In Kirgisistan gibt es kaum Filme über Frauen, und ich war schon immer daran interessiert, die Charaktere unserer Frauen auf der Leinwand darzustellen. In diesem Fall sind es Frauen aus der südlichen Region Batken, die an Tadschikistan und Usbekistan grenzt. Die Geschichte spielt zur Zeit des Zusammenbruchs der Sowjetunion, als Familien auseinanderbrachen und viele Menschen das Land verließen. Zu dieser Zeit waren die Frauen besonders wichtig.
Der Film handelt von einer Liebe, die in einem Teppich verankert war, der aus Eifersucht zerrissen wurde. Aber schließlich wird die Weberin den Teppich neu weben und ihm neue Elemente sowie ihre eigenen Emotionen und Gefühle hinzuzufügen.“
Hamburger Premiere mit Gästen
Am 29. April um 17.30 Uhr wird dazu der kirgisische Regisseur Aktan Arym Kubat zu Gast sein.
In Kooperation mit Tündük e.V.
Regie Aktan Arym Kubat
Drehbuch mit Topchugul Shaidulayeva
Kamera Talant Akynbekov
Musik Balasagyn Musayev
Besetzung Nargiza Mamatkulova, Mirlan Abdykalykov, Aigul Busurmankulova
Kirgisistan 2025, 93 Min., kirg./russ. OmeU