In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz.
Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom.
Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache, ein Leben zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Hamburger Premiere
Am Dienstag, 23. Juni um 18 Uhr ist Regisseurin Regina Schilling im Abaton zu Gast.
Drehbuch, Regie Regina Schilling (Dokumentarfilm)
Kamera Johann Feindt
Besetzung Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann
DE/AT 2026, 95 Min., dtF