Der Film von Eva Müller und Isabel Schneider erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er Jahre aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Dekoration für die Showmaster waren, für Pointen dienten und als weiblicher Humor als Quotenkiller galt.
Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert – durch „Wetten, dass…?”, die „Harald Schmidt Show” und später “TV total”. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was hat Witzigsein mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er.
Regiekommentar: „Mit der Haltung ,so war das eben‘ hätten wir uns über diese Zeit wahrscheinlich kaum noch Gedanken gemacht, wenn Isabel Schneider bei einer Archivrecherche nicht zufällig die junge Hella von Sinnen entdeckt hätte. Sie berichtet in einem Interview, wie sie im Karneval ausgebuht wurde, weil sie sich weigerte, Witze auf Kosten von Frauen zu erzählen.
Das war der Anstoß zu einer ausgiebigen Recherche zu den männlichen Stars und ihren Sendungen und dazu, welche Rolle Frauen in dieser Zeit im Fernsehen hatten. Die Leitfrage von ,Was haben wir gelacht‘ ergab sich schnell: Was hat Humor mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Und: Worüber haben wir alle in der Blütezeit des Unterhaltungs-Fernsehens gelacht? Oder vielleicht wichtiger: worüber nicht?“
Pressestimmen
"Ein gut strukturierter, entlarvender, schmerzlicher, aber auch unterhaltsamer Beitrag über sexistische Standards, Wut, Stolz, Überwindung und – Backlashs.", schreibt choices.
"Der Film ist ein berührendes, beinahe schockierendes Dokument einer Zeit geworden, die noch gar nicht lange vergangen ist - und womöglich längst dabei ist, zurückzukehren.", so der Stern.
Regie Eva Müller, Isabel Schneider (Dokumentarfilm)
Kamera Thomas Lütz
Musik Alexander Hacke, Danielle de Picciotto
Besetzung Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster, Esther Schweins und Thomas Gottschalk, Harald Schmidt, Harald Juhnke, Tim Thoelke, Kuhlenkampff
DE 2026, 98 Min., dtF, ab 12