Albrecht Weinberg war zwanzig, als er den Holocaust überlebte. Wie durch ein Wunder übersteht auch seine Schwester das KZ. Die Beiden reisen in die USA. Sechzig Jahre lang lebt Albrecht Weinberg in New York. Nach 2000 beginnt er, Kontakte mit seiner Heimatstadt Leer in Ostfriesland zu knüpfen … und kehrt nach Deutschland zurück.
Er beginnt, als „Überlebender“ zu arbeiten: Er besucht Schulen, spricht mit jungen Menschen und schildert, was ihm damals widerfahren ist.
Als der Film gedreht wurde, war Albrecht Weinberg 100 Jahre alt und immer noch aktiv. Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von „Mama“ und „Papa“, von dem, was bleibt, wenn alles verloren geht. Schüler knien neben dem alten Mann im Rollstuhl und brechen in Tränen aus, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und hat doch im Herzen ein kindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, selber neugierig und offen.
Pressestimmen
"Die Sensation dieses mit ruhigen Einstellungen beobachtend und zurückhaltend inszenierten Films ist aber Albrecht Weinberg selbst. Wie gelingt es einem Menschen, dem von anderen Unaussprechliches angetan wurde, sich eine solche Offenheit, ein freundliches Wesen und einen verschmitzten Humor zu bewahren?", so epd Film.
"Ein Film wider dem Vergessen, der anhand eines Menschen, eines Überlebenden, vom Holocaust erzählt, von unfassbarem Grauen und den schwierigen, aber notwendigen Versuchen, die Erinnerung am Leben zu erhalten.", sagt Programmkino.de.
Drehbuch, Regie Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel (Dokumentarfilm)
Kamera Bernd Hermes, Jesco Denzel
Musik Peer Kleinschmidt, Jan Frederik Vogt
Mit Albrecht Weinberg, Gerda Dänekas, Claus-Peter Horst, Jerry Wartski
DE 2026, 92 Min., dtF, ab 12