Nach seinem Zusammenbruch und Burnout verlässt der Werbetexter Mathyas Montreal und reist ohne genaues Ziel durch Europa. Eines Tages findet er sich in der französischen Provence wieder und genießt es, nahe bei und mit der Natur zu leben. Er trifft Schäfer, die während der Transhumance im Sommer Schafherden aus den Ebenen auf höher gelegene Wiesen führen (und im Herbst wieder zurück). Mathyas beschließt: das will er machen!
Nun ist die Welt der Schäfer:innen und das Leben mit den Tieren keine einfache Geschichte und weniger „romantisch“ als man denken könnte. Nach seinen ersten Stürmen, Begegnung mit Schafen (und ihren Eigenarten), hat Mathyas eine Krise, aber er bleibt am Ball. Eher zufällig stößt die Verwaltungsbeamte Elise zu ihm, die vom Leben mit den Tieren ebenso wenig weiß, wie er selbst. Gemeinsam bekommen sie schließlich einen großen Auftrag: Eine Herde von mehr als 800 Schafen aus den trockenen Ebenen der Provence auf die grünen Weiden der Alpen zu führen…
Der Film von Sophie Deraspe folgt dem autobiografischen Buch, in dem Mathyas Lefebure seinen Ausstieg aus der Gesellschaft erzählte und nachdenklich begleitet.
Die junge Regisseurin hat sich im Vorfeld mit vielen Schäfern und Schäferinnen beraten, um das Leben dieser Menschen kennenzulernen. In ihrem Film erzählt sie ihre herzerwärmende Geschichte mit vielen kleinen Details aus dem Leben, das die Schäfer:innen mit den Schafen in der Natur führen.
Pressestimmen
"Der Film überzeugt mit beeindruckenden Naturaufnahmen, die nichts von Postkarten haben. Die Regisseurin weist zudem auf ein Problem hin, das besonders dringlich ist in Frankreich, wo pro Jahr etwa 12 000 Schafe den Wölfen zum Opfer fallen.", schreibt epd Film.
"Vor allem aber geht es hier um die Korrektur romantischer Vorstellungen vom einfachen Leben und um Demut und Respekt vor der Natur.", so Programmkino.de.
Regie Sophie Deraspe
Drehbuch mit Mathyas Lefebure
Kamera Vincent Gonneville
Musik Philippe Brault
Szenenbildnerin André-Line Beauparlant
Besetzung Félix-Antoine Duval und Solène Rigot, sowie Guilaine Londez, Michel Benizri, David Ayala
CA/FR 2024, 113 Min., franz.OmU