Jim Jarmusch ist immer für eine Überraschung gut. Nach einem dichtenden Busfahrer in ‚Paterson‘ und Zombies in ‚The Dead Don’t Die‘ ist sein neuer Film eine persönliche Abrechnung mit familiären Gespenstern. Arrangiert in drei Episoden, die - wie Jarmusch sagt – wie drei Blumenbouquets komponiert sind, versammelt er alte Bekannte aus seiner Filmfamilie.
Da wäre zum Beispiel Tom Waits. Der spielt einen kauzigen, wortkargen und seltsam fahrigen Vater mit Geldsorgen und einem ehemaligen(?) Drogenproblem, während Adam Driver seinen sorgenvollen Sohn gibt, der sich aber auch nicht von seinem Vater ausnehmen lassen möchte.
Das zweite Bouquet präsentiert Frauen in der Familie, drei Königinnen. Charlotte Rampling ist eine Königin jenseits aller Ränge, aber auch Cate Blanchett und Vicky Krieps waren Königinnen auf ihre Art. Für Jarmusch spielen sie Mütter und Töchter, die sich beim nachmittäglichen Tee giftige Pfeile zuschießen.
Das dritte Bouquet vereint Geschwister im täglichen Hick-Hack, als sie die Wohnung ihrer Eltern in Paris auf- und ausräumen.
Pressestimmen
"In "Father Mother Sister Brother" zeichnet Jim Jarmusch ein leises, starbesetztes Familientryptichon voller Pausen, Blicke und Musik - lakonisch, verschroben und doch berührend.", so der NDR.
"’Father Mother Sister Brother’ ist ein zutiefst Jarmusch-artiger Film, ein stilles, episodisches Triptychon über Väter, Mütter, Geschwister und all die unbeholfenen Rituale, die uns lächerlich machen und doch menschlich halten.", schreibt Kino-Zeit.
"Jim Jarmusch, der Meister des Minimalismus, zeigt in seiner mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneten Tragikomödie, wie zärtlich er sein kann.", findet die Süddeutsche Zeitung.
Drehbuch, Regie Jim Jarmusch
Kamera Frederick Elmes, Yorick Le Saux
Musik Jim Jarmusch
Besetzung Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indiya Moore, Luka Sabbat
US/FR/IT/DE/Irland 2925, 111 Min., engl.OmU, ab 12