Seit vielen Jahren strömen Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente auf die Insel Hiddensee, ein schmaler Streifen Land in der Ostsee. Der Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel beginnt seine Reise durch ein Jahrhundert in den goldenen 1920ern, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause war – etwa Stummfilmstar Asta Nielsen oder der Schriftsteller Gerhart Hauptmann.
Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen des Lebens auf der kleinen Insel, führen schließlich zu den sich zuspitzenden Spannungen in der Gegenwart.
In schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt die Regisseurin Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem Porträt, das durch das Brennglas Hiddensee auf Bewegungen blickt, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen: Eingefangen in einem poetischen Kinoerlebnis voller visueller Kraft.
Pressestimmen
"In essayhafter Form beleuchtet der Dokumentarfilm die wechselvolle Geschichte von Hiddensee seit den 1920er Jahren, aktuelle Konflikte und das Sehnsuchtsgefühl, das die Ostseeinsel immer wieder auslöst.", fasst epd film zusammen.
"Hendel faltet mit den Bildern aus den Archiven und mithilfe der Inselzeitzeugen, die älteste von ihnen ist 103, eine Geschichte der Politik und der Kunst auf.", schreibt die Zeit.
"Annekatrin Hendel kommentiert nicht, lässt jeden seine eigenen Schlüsse ziehen. 100 Jahre Inselgeschichte fließen in diesem Schwarz-Weiß-Film ineinander - die Geschichte wiederholt sich. "Hiddensee" ist ein sinnlicher Kinodokumentarfilm mit Poesie in Musik und Sprache. Unterhaltsam und verstörend.", so der NDR.
Drehbuch, Regie Annekatrin Hendel
Kamera Martin Farkas
Musik Flake
Mit Barbara Schnitzler, Pauline Knof, Thomas Gens, Konrad Glöckner, Vanessa Marx, Maren Lass
DE 2025, 119 Min., dtF, ab 0