In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz.
Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom.
Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache, ein Leben zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Pressestimmen
Radie Drei nennt den Film "Eine lohnende Wiederbegegnung, (...) der das Leben der großen Schriftstellerin auf dramaturgisch geschickte Art Revue passieren lässt."
critic.de betont die "eigentliche Überraschung dieses Films: Dass er Ingeborg Bachmann nicht nur als historische Figur in ihrer Zeit verankert, sondern das radikal Zeitgenössische ihres Denkens in den Vordergrund stellt. Gerade weil er nicht auf das akribische Nachspielen biografischer Ereignisse setzt, (...) verleiht er Bachmanns Stimme neue Dringlichkeit."
Deutschlandfunk Kultur hat ein Interview mit Regisseurin Regina Schilling und Hauptdarstellerin Sandra Hüller geführt.
Drehbuch, Regie Regina Schilling (Dokumentarfilm)
Kamera Johann Feindt
Besetzung Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann
DE/AT 2026, 95 Min., dtF