Olga lebt in Mexiko-Stadt in einem anoymen Appartementhaus. Sie lebt allein und mag das sehr. Ihr Alltag ist bis ins Kleinste strukturiert: Bei Langeweile macht sie Sudokus, zum Essen geht sie in einen Imbiss um die Ecke.
Da ihr Haus gegenüber einem Krankenhaus liegt (und wir hier in einer Welt sind, in der es überall an Geld fehlt), vermieten andere Mieter des Hauses Zimmer an die Verwandten von Patient:innen, die gegenüber in der Klinik liegen. Weil Olga eine Operation zu bezahlen hat, bietet sie etwas unwillig ein kleines Zimmer ihrer Wohnung zur Vermietung an. Es meldet sich ein Mann, dessen Frau in der Klinik gegenüber behandelt wird.
Aber dann das! Dieser Mann schmuggelt für die Nacht einen kleinen neunjährigen Jungen in das Zimmer. Christian heißt er und Olga ist wütend. Aber (für ein paar Peso mehr) einigt man sich doch. Der kleine Junge entdeckt die große Stadt in aller Unschuld und erreicht schließlich auch Olgas Herz…
Fernando Eimbcke folgt in seinem Schwarzweißfilm dem kleinen Jungen – wunderbar gespielt vom Laien Sebastian Escobar – und zeigt dessen Entdeckungen in viele kleine Szenen, während die eher tragische Geschichte um seine Mutter langsam in den Mittelpunkt rückt.
Regie Fernando Eimbcke
Drehbuch mit Vanesa Garnica
Kamera María Secco
Besetzung Teresita Sánchez, Bastian Escobar, Hugo Ramirez, Enrique Arreola
ES/MX 2026, 102 Min., span.OmU, ab 6