Es ist die Geschichte von Man-su, einem loyalen Produktionsleiter in einer Papierfabrik in Korea, der nach 25 Jahren entlassen wird. Noch ganz guten Mutes verspricht er seiner Familie: „In drei Monaten habe ich wieder Arbeit.“
Ein Jahr später: Die Kinder dürfen nicht mehr zu ihren teuren Kursen und die Familie verzichtet auf jede Art von Luxus, damit sie das Haus nicht verlieren. Mehrere Male hat Man-su auf Inserate geantwortet und wurde nicht genommen. Das soll ihm nicht wieder passieren! Er setzt eine Anzeige in die Zeitung, in der er sein eigenes Berufsprofil anfordert, in der Annahme, dass die „Vorstell-Termine“, die er mit den Kandidaten macht, es ihm erlauben, seine Konkurrenten aus dem Weg zu räumen…
Park Chan-wook taucht tief ein in den koreanischen, schwarzen Humor, lässt aber immer auch durchblicken, dass all dies eventuell keine gute Lösung ist. Am Ende entlässt er seinen Helden in ein zweischneidiges „Happy End“.
Donald E. Westlake war ein produktiver amerikanischer Krimi-Autor. Sein Roman „The Ax“ („To ax“ = „entlassen“ oder etwa in „I got the ax“ = „Ich wurde entlassen“) erschien 1997. Jetzt hat sich Chan-wook Park (,Oldboy‘, ,Die Frau im Nebel‘) der blutig-absurden Geschichte angenommen und erzählt, warum wir solche bösen Dinge tun.
Dazu passend wird im März Parks erfolgreichster Film ,Oldboy‘ mit neuen Kopien wieder in die Kinos kommen.
Pressestimmen
"Präzise komponierte Bilder, sorgsam eingesetzte Musik, Schnitte im rhythmischen Eigenwillen und eine Kamera, die nicht erfasst, sondern erschafft.", schreibt die taz.
"Wie oft im südkoreanischen Kino, zeichnet sich der Film durch eine Mischung aus Gesellschaftskritik, Humor und Gewalt aus. Kontrastiert wird die teils brutale Handlung durch visuelle Schönheit. Park arbeitet mit ungewöhnlichen Blickwinkeln und Bildachsen. (...) Man kann sich kaum sattsehen an jeder Einstellung.", so die FAZ.
"Die Inszenierung setzt auf Tempo- und Tonwechsel: Farce trifft auf schwarzen Humor, dann wieder auf leise, tragische Zwischentöne. Im Changieren entsteht Wirkung – man lacht, und es tut dennoch weh.", meint die Aachener Zeitung.
Regie Park Chan-Wook
Drehbuch mit Kyoung-mi Lee, Ja-hye Lee
nach dem Roman „The Ax“ von Donald Westlake
Kamera Kim Woo-hyung
Musik Jo Yeong-wook
Besetzung Lee Byung-Hun, Ye-jin Son, Seung-Won Cha
KR 2025, 139 Min., kor.OmU, ab 16