In der Horror-Serie „Camp Miasma“ mordete Little Death, ein junger Typ mit dem Kopf eines Lüftungsschachts, die Teilnehmer:innen. Inzwischen ist die Serie durch Marketing – samt Prequels und vielen Folgen – totgefahren. Die queere Regisseurin Kris soll versuchen, das Franchise wieder zu beleben. Dabei soll sie der Serie auch die misogynen Seiten austreiben.
Kris findet das super, steigt voll ein und besucht dazu Billy, das Final Girl der ersten Staffel, die am Lake Tahoe wohnt … und zwar in der Kulisse der ersten Staffel!
Und dort spielt der neue Film von Jane Schoenbrun. Ein manchmal böser, aber immer kluger Kommentar auf Horrorfilme … und selbst ein Horrorfilm einer neuen Klasse: Sexuell aufgeladen, nicht nur wenn Little Death kommt.
Pavao Vlajcic auf www.critic.de: „Schoenbrun wirft in ihrem Film Zutaten in einen Topf, die, jede für sich, wie schlechte Witze klingen: an der Scream-Reihe geschulte, gestrig wirkende Metadialoge, überfrachtete Eros & Thanatos-Metaphern (wie einen orgasmusstimulierenden Slasher-Killer namens Little Death (!)), wüste retrofuturistische Nerd-Phantastereien und eine beinahe naiv-kindliche Selbstermächtigungserzählung. Glücklicherweise hat Schoenbrun ein sehr klares Bild davon, was der Film sein soll, und den Mut, die Vision ohne Rücksicht auf Verluste umzusetzen. Alles auf eine Karte gesetzt – und gewonnen. Mit Sicherheit der bislang frischeste Cannes-Beitrag in diesem Jahr.“
Drehbuch, Regie Jane Schoenbrun
Kamera Erich Yue
Musik Alex Giannascoli
Besetzung Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Amanda Fix, Arthur Conti, Eva Victor
US 2026, 112 Min., engl.OmU