Martin Schoeller hatte bereits US-Präsidenten, Hollywoodstars und Sportikonen vor seiner Kamera. In seinen privaten Foto-Arbeiten konzentriert sich er sich auf jene Teile der US-Gesellschaft, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen – auf Obdachlose, ehemalige Inhaftierte, Dragqueens oder Native Americans. Mit einem mobilen Foto-Setup kreiert er schnell einen intimen Raum, in dem Menschen von ihren Lebensrealitäten erzählen.
Der Film begleitet Schoeller bei seinen persönlichen Fotoprojekten und eröffnet Einblicke in Lebenswelten, die von den Bruchstellen der Gesellschaft erzählen. Damit transportiert der Film jene humanistische Erkenntnis, die Schoeller mit seiner Arbeit vermitteln will und im Film durch die Worte eines Native Americans zum Ausdruck kommt: „We all bleed red“.
Pressestimmen
"In Links’ Film wird schnell klar, dass es bei Schoellers Arbeit nicht nur ums Hinschauen, Inszenieren und Ablichten geht. Ein wichtiger Teil seiner Porträtfotografien ist das Zuhören.", so Spielfilm.de. "Vermittels des Fotografen erhält das Kinopublikum so einen kleinen Querschnitt der USA."
"Dieser zutiefst humanistische Ansatz, der jeden gleich behandelt und ganz nebenbei während der Fotoshootings auch den Geschichten dieser Menschen lauscht, zeichnet nicht nur Schoellers Arbeit, sondern auch den Dokumentarfilm aus.", meint film-rezensionen.de.
"Die zentrale Aussage des Films fasst ein Zitat eines Native American zusammen: ’We all bleed red’. Dahinter steht Schoellers Überzeugung, dass trotz aller Unterschiede eine gemeinsame Menschlichkeit verbindet.", schreibt das Fotomagazin.
Drehbuch, Regie Josephine Links (Dokumentarfilm)
Kamera Michel Links, Marcus Winterbauer
Musik Leonard Petersen
Mit Martin Schoeller
DE 2024, 87 Min., dtF (teilw. engl.OmU), ab 6